OP ART

Op Art ist die Abkürzung für Optical Art und bezeichnet die Kunst, die mit visuellen Illusionen arbeitet. Einer der erfolgreichsten europäischen Künstler der Op Art ist Victor Vasarely, der mit der Ausstellung “Victor Vasarely - Im Labyrinth der Moderne” im Frankfurter Städel für sein Lebenswerk geehrt wird.

Schwarz-Weiß Werke von Victor Vasarely

Schwarz-Weiß Werke von Victor Vasarely

Gerade noch rechtzeitig habe ich es in die Ausstellung geschafft. Schon beim Betreten des Städel wird klar, viele andere Kunstinteressierte, aber vor allem Schulklassen sind gekommen, um sich diese farbenfrohe und visuell ansprechende Ausstellung anzuschauen.

Starke Farben und klare Formen sind ebenfalls Teil der OP Art

Starke Farben und klare Formen sind ebenfalls Teil der OP Art

Der Ausstellungsaufbau des Werkes von Victor Vasarely ist anders als man es von anderen Retrospektiven kennt. Im ersten Teil der Ausstellung sind seine wohl bekanntesten Werke aus den 60iger und 70iger Jahren zu bestaunen, die er auf dem Höhepunkt seiner Karriere geschaffen hat.

Vega Pal von 1969

Vega Pal von 1969

Vasarely wollte die Kunst demokratisieren. Seine Werke sollten einem möglichst großen Publikum zugänglich sein und so kennen viele die grafischen Werke von Victor Vasarely von Tapeten, Stoffen, Accessoires, Spielen und Postern. Und gerade weil sie so alltäglich geworden sind, ist sein Name in den Hintergrund getreten.

Wanddekoration aus dem Speisesaal der deutschen Bundesbank von 1972

Wanddekoration aus dem Speisesaal der deutschen Bundesbank von 1972

Das wird sich mit der noch bis zum 13.01.19 laufenden Ausstellung sicherlich wieder ändern. Auf Instagram gibt es unter dem #vasarely mittlerweile fast 23000 Fotos seiner Werke, mit und ohne Betrachter.

#vasarely

#vasarely

Erst im zweiten Teil, der auch eine Etage höher liegt, werden seine Werke aus früheren Jahren vorgestellt, die seine künstlerische Entwicklung von der einfachen Form eines Kieselsteins bis zu seinen komplexen grafischen Formenbildern.

Goulphar von 1947. Am Meer sammelte Vasarely Kiesel, Muscheln und anderes Strandgut. Aus Mangel an Zeichenmaterial groß er seine Funde in Gips und ließ sie erst später, fasziniert von deren Formen, zu diesem Gemälde werden.

Goulphar von 1947. Am Meer sammelte Vasarely Kiesel, Muscheln und anderes Strandgut. Aus Mangel an Zeichenmaterial groß er seine Funde in Gips und ließ sie erst später, fasziniert von deren Formen, zu diesem Gemälde werden.

Zebras

Zebras

Auch die ersten Werke, die auf die Verwirrung des Auges des Betrachters aus sind, sind hier zu finden. Mit seinen Zebrabildern setzt er den Grundstein für die OP-Art.

Nicht nur in der Zugänglichkeit seiner Kunst, sondern auch in der Betrachtungsmöglichkeit sieht Vasarely die Demokratisierung. Erst durch die Augen des Betrachters werden die Werke seiner Op-Art Phase vervollständigt.

Fugue, Computerkunst ohne Computer.

Fugue, Computerkunst ohne Computer.

Das war nur ein kurzer Abriss meines Austellungsbesuches. Wer noch mehr über die OP Art und Vasarely erfahren möchte, der schaut sich am besten den Austellungsfilm an. Die Städel App mit dem Audioguide zur Ausstellung kann ich ebenfalls wärmstens empfehlen. Mit der App kann man schon zuhause und ganz in Ruhe die Informationen über den Künstler und die Ausstellung aufnehmen und dann im Museum die Kunstwerke genießen.